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Kritischer Blick auf die Umgestaltung des Volksparks Marl, von Wilfried Labsch, Fraktionsvorsitzender, Bündnis Deutschland – Bürgerfraktion Marl
 
Die Nachricht, dass 82 Bäume im Volkspark Marl gefällt wurden, um den Park für die internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 vorzubereiten, hat bei unserer Bürgerfraktion, eine Welle der Besorgnis und Kontroverse ausgelöst. Die Entscheidung, auch fünf Bäume mit einem Stammumfang von mehr als zwei Metern zu fällen, wirft wieder einmal wichtige Fragen bezüglich Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Prioritäten in Marl auf.
 
Eingang Volkspark Marl
 
Zunächst ist es wichtig anzuerkennen, dass die Sanierung und Umgestaltung des Volksparks in einen Klimapark durchaus positive Aspekte mit sich bringt.
 
 
Die Vision eines erneuerten Parks mit Kräuter- und Küchengarten, einer zeitweise beleuchteten Promenade, einem Klima-Spielplatz und Sommergastronomie klingt verlockend und verspricht, ein attraktives Ziel für Besucher und eine Bereicherung für die lokale Gemeinschaft zu sein. Die Unterstützung durch den Bund mit 4,4 Millionen Euro unterstreicht die Bedeutung dieses Projekts.
 
Doch der Preis für diese Umgestaltung – das Fällen von Dutzenden etablierten Bäumen – ist hoch. Bäume sind nicht nur ästhetische Objekte; sie sind lebenswichtige Bestandteile des städtischen Ökosystems. Sie liefern Sauerstoff, binden CO₂, bieten Lebensraum für Tiere und tragen zur Regulierung des Mikroklimas bei. Der Verlust von so vielen Bäumen, insbesondere von älteren, die eine unersetzliche Rolle in diesem System spielen, ist alarmierend.
 
Das Konzept umfasst die Verbindung zwischen Stadion und Park. Aufgrund der hohen Höhenunterschiede hätten die Bäume an der Böschung zum Stadion nicht erhalten werden können. Auch die Begründungen für diese Fällungen – darunter die Umgestaltung für die IGA und die Bekämpfung von Krankheiten wie der Rußrindenkrankheit und dem Eschentriebsterben – mögen eventuell stichhaltig erscheinen.
 
Eingang Volksparkstadion Marl
 
Doch sie werfen trotzdem auch Fragen auf:
Wurden alle möglichen Alternativen erwogen? Hätten die Bäume durch sorgfältige Pflege, Planung und innovative Landschaftsgestaltung erhalten werden können? Die Antwort auf diese Fragen ist entscheidend für die Bewertung, ob diese Maßnahmen wirklich gerechtfertigt waren.
 
Besonders problematisch erscheint die Entscheidung, wenn man bedenkt, dass die Fällungen teilweise durchgeführt wurden, um den Park für ein temporäres Ereignis – die IGA 2027 - zu gestalten. Während solche Veranstaltungen zweifellos positive wirtschaftliche und soziale Auswirkungen haben können, müssen wir uns fragen, ob der langfristige ökologische Schaden diesen kurzfristigen Nutzen rechtfertigt.
 
Die Umgestaltung des Volksparks Marl in einen Klimapark ist ein lobenswertes Ziel. Doch der Weg dorthin sollte nicht über die Opferung seines bestehenden natürlichen Erbes führen. Es ist höchste Zeit, dass wir unsere Ansätze zur Stadtentwicklung und zur Planung solcher Veranstaltungen überdenken. Wir müssen innovative Lösungen finden, die es uns ermöglichen, unsere grünen Räume zu verbessern und gleichzeitig langfristig zu bewahren.
 
Die erneute Fällung von 82 Bäumen im Volkspark Marl trotz ausgerufenem „Klimanotstand“ sollte ein weiterer Weckruf sein. Es ist ein Beispiel dafür, wie leicht langjährige ökologische Werte dem Streben nach Neuem und dem Glanz von Events geopfert werden können. Es ist ein Aufruf, unsere Prioritäten zu überdenken und einen nachhaltigeren, respektvolleren Umgang mit unserer Umwelt und ihren unersetzlichen Ressourcen zu finden.

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